St. Nikolaus, Berg

Auf der Anhöhe, weithin sichtbar und dem Himmel ein Stück näher, die kleine Pfarrkirche St. Nikolaus Berg. Zugleich Aussichtspunkt mit grandioser Sicht auf die Stadt, den See und die Alpen. So manchen Wanderer zieht es dort hinauf, um in stiller Einkehr in der Kirche zu verweilen.

1275 erstmals erwähnt, 1520 wurde die Kirche an Stelle einer Burgkapelle erbaut. Über die Jahrhunderte wird die Kirche mehrmals erweitert.

1645 wurde der Pfarrer von Berg, Dekan Augustin Rogg, von den Soldaten des Hohentwiel entführt und die Kirche niedergebrannt.

Was heute noch sichtbar ist und die Kirche zur architektonischen Besonderheit macht, ist der Turm südlich des Chors und die Schlußwände des Chors, die auffallend ungleich sind. Elemente aus verschiedenen Stil-Epochen können am Gesamtobjekt beobachtet werden.

1970 wurde die Kirche total ausgeräumt. Moderne Neugestaltung war angesagt, bei der auch vorhandene Kunst erfolgreich integriert wurde. Leitung Architekt Weiger (Kressbronn), Eisentuffarbeiten Prof. Josef Henselmann (München). Dem Pomp der Vergangenheit ist die schlichte Einfachheit gewichen. Der vorgezogene Hochaltar, dahinter der Golgotha Block, in dem der Tabernakel eingefügt und Basis für die (spätgotisch / barocke) Kreuzigungsgruppe ist.

Die spartanischen Seitenaltäre werden verschönt durch Maria (flämische Madonnenplastik) und den Patron Nikolaus (ehemaliges Hochaltarbild von Büchelmayer 1837). Ein wunderschönes Deckenfresko von Bonifaz Locher 1894/95 ziert das Kirchenschiff (Geburtsstätte Chri¬sti). Der 1985 geschnitzte Kreuzweg von Josef Bergmüller (Ailingen), das helle Gelb der Wände und die zurückhaltenden Farbfenster nach den Entwürfen von Diether Domes (Kressbronn) machen aus diesem Gebäude ein helles, würdiges, stilvolles Gotteshaus, in der sich die Besucher und Kirchengemeinde wohl fühlen.


Pfarramt St. Nikolaus Berg
Adresse Schulstraße 7 | 88048 Friedrichshafen
Telefon 07541/ 5 19 40
Fax 07541/ 59 26 13
E-Mail stnikolaus.berg@drs.de
Website http://www.se-fn-nord.de/index.php?abtnr=2&prinr=0&inr=0