11. Juli 2021 um 10:27

Der Sonntag feiert ein Jubil√§umūü•≥
 
In diesem Jahr wird der Sonntag 1700 Jahre alt. Wer dar√ľber etwas ins Gr√ľbeln kommt, ob Judentum und Christentum nicht viel √§ltere Wurzeln haben, dem ist Recht zu geben. Der Sabbat entwickelt seine kulturell pr√§gende Kraft f√ľr das Judentum im 6. Jahrhundert v. Chr.
 
Der christliche Sonntag ist der Herrentag, an dem Tod und Auferstehung Jesu Christi erinnert werden, seit der unmittelbaren Zeit nach Jesu Tod 30 n. Chr. in der Urgemeinde. Warum dann aber 1700 Jahre Sonntag? Seit diesem Zeitraum ist der christliche Sonn- und Feiertag f√ľr das Gebiet des r√∂mischen Reiches und damit auch f√ľr das Gebiet der heutigen Bundesrepublik urkundlich erw√§hnt. Kaiser Konstantin machte aus einem heidnischen Wochentag den ersten Tag der Woche und damit den christlichen Sonntag per Edikt. Und das ist in diesem Jahr 1700 Jahre her. Im selben Edikt ist √ľbrigens auch j√ľdisches Leben f√ľr Deutschland dokumentiert.
 
Der Sonntag ein Tag der Arbeitsruhe, der Muse, des gemeinsamen Betens und des gesellschaftlichen Miteinanders. Heute sind sportliche Wettk√§mpfe oft am Sonntag angesetzt, Vereinsfeste finden am Wochenende statt, die Familie macht Ausfl√ľge, wenn sie mag, man fr√ľhst√ľckt gemeinsam oder schaut sich den Tatort am Abend an. Christen feiern Gottesdienst und vergegenw√§rtigen sich die Anwesenheit des lebendigen Gottes in ihrer Mitte. Sie lesen die Bibel und feiern das Abendmahl. In Friedrichshafen tun dies zweieinhalbtausend Menschen und damit insgesamt etwa 5 Prozent der evangelischen, katholischen, orthodoxen oder freikirchlichen Gemeinden. Ihretwegen kann man den Sonntag sch√ľtzen, aber vor allem wegen uns allen sollten wir den Sonntag sch√ľtzen. Es ist der etablierte Tag, um in irgendeiner Form zusammenzukommen. Es ist der Tag, an dem es ruhiger ist als an anderen Tagen. Ein Tag sollte m√∂glich sein, um anders sein zu k√∂nnen.
 
Ein alter Spruch hei√üt: Wenn der Sonntag weg ist, ist jeder Tag Werktag. Das sollte vielleicht mitbedacht werden, wenn man jetzt wieder dar√ľber nachdenkt, ob man Lockerungen am Sonntagsschutz durchsetzen sollte. Der Sonntag ist ein kulturelles und gesellschaftliches Biotop. Ist er weg, wird man ihn nicht wieder zur√ľck bekommen.

 

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